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Liebe LIEBE, bleib‘ doch für immer! — 6 Kommentare

  1. Liebe Cornelia, ich stimme dir zu 100% zu! Ich möchte noch einen Punkt hinzufügen. Meine persönliche Erfahrung ist: je schmerzhafter eine Auseinandersetzung mit meinem Mann ist, je wütender ich auf ihn bin – desto sicherer kann ich sein, dass er ’nur‘ der Knöpfchendrücker ist. Dass es eine alte Geschichte in mir ist, die endlich, endlich geheilt werden möchte. Wenn ich meine ganze Wut nun auf ihn projiziere oder ihn sogar verlasse, weil er ja ’so ein unmöglicher‘ Typ ist habe ich mir das vermeintliche Problem buchstäblich erst mal vom Hals geschafft. Andererseits habe ich eine geniale Chance zur eigenen Heilung vertan. Und: ich nehme MICH und mein Inneres immer mit, egal wohin oder zu wem ich mich flüchte.

    • Liebe Elke,

      Danke für deine wertvolle Ergänzung und dein persönliches Beispiel! Im Prinzip stimme ich dir zu. Wir suchen uns unsere ParterInnen ja nicht umsonst aus:-) bzw. sie werden uns geschickt. Eine langjährige Partnerschaft ist ein bisschen wie eine herausfordernde Spielwiese zur eigenen Weiterentwicklung. So viele Spiegel, die da aufgestellt werden. Vorausgesetzt allerdings, beide haben einen – tatsächlich – gesunden Menschenverstand bzw. eine gesunde emotionale und soziale Intelligenz, wie es so schön heißt. Und vor allem – eine echte Herzensverbindung.

      Ich wünsche dir alles Gute!

      Ohfamoos grüßt dich, Cornelia

  2. Ein wunderbarer Artikel, Cornelia, mit absolut richtigen und auch bewährten Empfehlungen, wie man eine langjährige Partnerschaft (ob nun Ehe oder nicht) immer wieder „stärken“ und in schwierigen Zeiten auch retten kann.
    Aber vielleicht liegt das Mysterium lebenslanger Liebe in manchen Fällen gar nicht nur am professionellen und klugen Umgang miteinander, sondern tatsächlich auch an einer wie Magie zwei Menschen verbindenden „wahren Liebe“, die man gar nicht intellektuell oder psychologisch charakterisieren kann? Es gibt sie, solche Verbindungen, und jene, die zu den Glücklichen gehören, welchen dies geschenkt wurde, wissen es, weniger durch ihren Verstand, sondern instinktiv tief „im Herzen“. Vielleicht machen unsere gesellschaftlichen Veränderungen es nur immer schwerer, „die oder den Richtigen“ auch tatsächlich zu finden und man geht, bewusst oder unbewusst, vorher Kompromisse ein.

    • Lieber Dieter,

      wie stets bereichert auch dieser Kommentar unseren Beitrag. Nämlich um die 300+ Wörter, die ich nicht produzieren konnte, was ich sehr gern getan hätte, weil der Beitrag sonst um die Elle zu lang geworden wäre:-). Hier legte ich den Fokus auf das Absichtsvolle, das Ursächliche und ein mögliches Begreifen und Tun. Zumindest in meiner Beaobachtung „arbeiten“ auch Paare, denen der Zauber einer tiefen Liebe, die „einfach ist“, im Laufe der Jahre daran. Sie tun es wohl mit einer anderen Leichtigkeit; die Turbulenzen sind weniger stark. Und – die Grundsatzfrage wird nie gestellt, weil sie nicht existiert!

      Deinen Punkt hinsichtlich der gesellschaftlichen Veränderungen, die womöglich das Finden dieses Zaubers erschweren, finde ich sehr interessant! Was konkret meinst du zum Beispiel? Idealbilder etwa? Anforderungen aneinander (die perfekte Frau, der ideale Erzeuger…)? Lass uns das doch noch weiter beschnacken hier.

      Sei ohfamoos gegrüßt,
      Cornelia

  3. Liebe Cornelia,

    diese Frage nach den gesellschaftlichen Veränderungen und was sie bei uns und unseren Partnerschaften bewirken ist wirklich spannend! Deinen Verdacht, dass zum Beispiel durch die bei uns allen inzwischen generell „hohen Erwartungshaltungen“ oft nur noch nach Ideallösungen und möglichst perfektem „Matching“ gestrebt wird, teile ich. Sonst würden Portale wie Parship nicht so boomen. Ob das die Erfolgsaussichten auf langlebige gute Partnerschaften wirklich erhöht, sei dahingestellt… das Klischee „Gegensätze ziehen sich an“ stimmt ja auch oft – und wird durch optimale Angleichung der Interessen und Vorlieben bei der gezielten Suche mit engem Fokus und starren Algorithmen ziemlich ignoriert. Vielleicht sind es aber auch noch andere Faktoren: Sind wir (statistisch gesehen) durch unsere Schul-, Lern-, Arbeits- und Lebenskonditionierung inzwischen nicht egoistischer geworden als es noch zwei, drei Generationen zuvor war? Und damit sinkt dann die Toleranz gegenüber persönlichen Einschränkungen durch die Partnerschaft oder nervenden Verhaltensweisen der Partner? Bringt die heutzutage durch unsere Arbeits- und Lebensrealität erforderliche Flexibilität und Mobilität nicht automatisch auch eine niedrigere Hemmschwelle beim „Wechsel“ auch des Partners mit sich? Macht es die in vielen Berufen heute oft gleitende und schwerer planbare Unterscheidung zwischen Phasen der „Arbeit“ und „Freizeit“ schwieriger, uns ausreichend auf unsere Partner einzulassen und unbeschwert (und ohne das ständige Pling des Smartphones) miteinander (und nicht nebeneinander) zu leben? Es war wohl eine Mischung aus all diesem und noch mehr, was ich so diffus – und aus dem Bauch heraus – als „gesellschaftliche Einflüsse“ meinte.

    Ohfamoose Grüße zurück – und vielleicht melden sich ja noch andere zu Wort!

    Dieter

  4. Liebe Cornelia,

    wieder mal ein ganz famoser Artikel. Mir fiel dazu noch das Buch „Mating in Captivity“ von Esther Perel ein (die deutsche Ausgaben hat den (sehr deutschen 😉 ) Titel „Wild Life : Die Rückker der Erotik in die Liebe“ – spannende Lektüre.

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