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2000 neue Mitglieder fürs Überleben — 1 Kommentar

  1. Ich kann das Anliegen von Herrn Hanneslag nachvollziehen, habe aber Probleme, seiner Argumentation voll zuzustimmen.
    Ich persönlich erwarte nämlich von gutem Journalismus primär eine korrekte, objektive, gründlich recherchierte Darstellung von Fakten und Hintergründen zu aktuellen Problemstellungen, nicht jedoch von Lösungen hierzu, denn dies wird rasch subjektiv oder uferlos. Da sehe ich eher andere Akteure (ausgebildete Experten, nicht eher breit aufgestellte Journalisten) in der Pflicht – und in einer besseren Kompetenzsituation. Deren Fachartikeln spreche ich eher die Rolle zu, „uns Leser“ auch zu möglichen Lösungswegen fundiert zu informieren. Wenn guter Journalismus die Brücke dorthin aufbereitet und anbietet und entsprechende Quellen empfiehlt, ist dies eine andere, wünschenswerte Sache – aber das Anliegen dieses Online Magazin ist anscheinend höher gesteckt.
    Sein Hinweis, dass die Artikel von Perspective Daily von Autor*innen mit „besonderer Expertise auf ihrem Themengebiet“ geschrieben werden, macht diese nicht zu echten Fachleuten aus der Praxis des Themengebietes. Journalismus überhebt sich schnell, wenn er den grenzüberschreitenden Schritt hinein in die Fachliteratur vorgibt oder versucht..
    Daher erscheint mir sein Kredo (Zitat: „Medien sollten in Lösungen denken, statt nur in Problemen.“) als etwas zu hoch gesteckt.

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