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Megatrend Digitalisierung – weißt‘ Bescheid? — 4 Kommentare

  1. Sehr spannendes und hochaktuelles Thema.
    Ganze Heerscharen von Experten und Amateuren
    beschäftigen sich damit. Die Gefahr, dass
    Werte, die sich über Jahrhunderte bewährt haben auf der Strecke bleiben ist nicht gering. Nicht alles was zu digitalisieren wäre muss auch gemacht werden.
    Das Analoge (persönliche Begegnungen etc.) darf nicht auf der Strecke bleiben. Vereinsamung droht!

    • Lieber Johannes Speis,

      ein guter Punkt, den Sie da anmkerken. Ich teile ihn unbedingt!

      Bei aller Begeisterung für gewisse Möglichkeiten und deren Nutzung aufgrund der technologischen Entwickungen, bei allem Verständnis dafür, dass der Mensch nicht stillstehen kann und wird – das müssen wir sehen und achten:

      Wir sind soziale Wesen und brauchen den analogen – also persönlichen – Kontakt zu anderen. Wie die Luft zum Atmen. Ob privat oder beruflich.

      Manfred Spitzer hat gerade ein Buch über Einsamkeit als (tödliche) Krankheit geschrieben. Und die Welt beschäftigt sich ebenfalls mit der Einsamkeit in Folge (u. a.) der Digitalisierung: https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article174119846/Megatrend-Schlimme-Krankheit-Einsamkeit.html.

      Werte und Normen stehen auf dem Prüfstein. Wandel heißt Veränderung. Das ist grundsätzlich gut so; wir profitieren alle davon. Gerade geht alles so schnell und bis ins Mark persönlicher, organisationaler und gesellschaftlicher Selbstverständlichkeiten. Es ist eine große Herausforderung, zu verstehen, ein Standing zu entwickeln und zu behaupten. Und als sich als Mensch nicht von Technologie und ihren Möglichkeiten sowie Auswirkungen regieren zu lassen.

      Wie handeln Sie das? Inwiefern sind Sie Nutznießer? Wo sagen Sie „Stopp“?

      Ohfamoos grüßt Sie, Cornelia

  2. Das mit den Werten, die sich über Jahrhunderte bewährt haben und jetzt dank Digitalisierung verloren gehen, habe ich schon öfter gehört und habe damit so meine Probleme. Das ist mir zu negativ. Werte befanden sich immer im Wandel und jahrhundertealt allein ist auch kein Prädikat. Vor 500 Jahren hat man Leute auf der Straße noch für etwas zu essen erschlagen. Kann man drauf verzichten. Aber das nur am Rande.

    Ich sehe die Digitalisierung als große Chance. Man sollte sie und ihre Methoden als Werkzeuge verstehen, d.h. man muss sie erlernen und verstehen, um sie richtig zu gebrauchen. Das ist etwas, was in Deutschland im Augenblick zu sehr vernachlässigt wird. Digitalisierung = Industrie 4.0 und das war es. Die politische Betrachtung und Einschätzung greift viel zu kurz. Die Lehrenden und die Schüler brauchen dringen eine vernünftige und tiefgreifende Ausbildung im Bereich Digitalisierung. Man sollte das nicht der „Straße“ überlassen.

    Mit digitalen Grüßen 😉

  3. Lieber Dirk G. Hilbert,

    Danke für Ihren weiterführenden Kommentar! Genau deshalb schreiben wir hier immer wieder – für eine Auseinandersetzung und einen Austausch.

    Werte und Normen geben uns ja Orientierung und Sicherheit. Und wenn wir tiefgreifende Veränderung bemerken, dann erst, weil sich Neues bereits ein Stück etabliert hat. Nun heißt Neu erstmal nur anders. Und jede/r mit individueller Lebensgeschichte und -form fragt sich: Ist das gut für mich. Oder blöd? Und hoffentlich: Wie wirkt es sich in einem kollektiven Kontext aus?

    Natürlich ist es gut, dass wir zivilisierter miteinander umgehen. Leben unantastbar sein soll. Das brachte der Wandel mit sich. Und bestimmt gab es seinerzeit Menschen, die bei entsprechenden Gesetzen aufatmeten und andere, die an der Macht der Stärkeren festhalten wollten.

    Mit der Digitalisierung verhält es sich doch so: Auch sie bringt Vorteile und Nachteile mit sich. Nur als Beispiel: Sie gründet neue Berufe und macht andere überflüssig. Des einen Chance, des anderen Gefahr. Da braucht es tatächlich Wissen um die Auswirkungen und Möglichkeiten. Von daher bin ich da sehr bei Ihnen: Wir brauchen Digitalisierungs-Bildung. Und zwar für die Jüngeren und die Älteren. Denn da liegt der Hase im Pfeffer: Die Jüngeren preschen vor, haben ein neues Selbstverständnis (Werte!), die Älteren sehen Chancen nicht oder weniger, spüren oder erfahren jedoch die Gefahr. Da ist das Thema Vereinsamung bzw. analoge Begegnung wiederum nur ein Beispiel.

    Es ist komplex. Chancenreich. Und wahnsinnig spannend. Deshalb beschäftigen wir uns auf ohfamoos auch damit.

    Lassen Sie uns hier im Austausch bleiben. Genau darum geht es doch in dieser wandelmutigen Zeit: sie zu verstehen. Selbstverantwortlich zu sein. Und das geschieht u. a. durch das Kennenlernen verschiedener Ansichten und Erfahrungen.

    Ohfamoos grüßt aus Sie,
    Cornelia

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